205 000 Franken für Waldbeobachtungsprogramm
TG. Der Regierungsrat bewilligt 205 000 Franken für ein fünfjähriges Waldbeobachtungsprogramm.
Der Regierungsrat des Kantons Thurgau hat einen Betrag von 205 000 Franken für die Teilnahme an einem langfristigen interkantonalen Waldbeobachtungsprogramm bewilligt. Dieses Programm stellt die Basis für den Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes sicher.
Im Umfeld der intensiven Diskussionen um das Waldsterben in den achtziger Jahren schlossen sich mehrere Kantone zusammen, um gemeinsam ein langfristiges Waldbeobachtungsprogramm aufzubauen. Nebst jährlichen Zwischenberichten wurde im Jahr 2004 ein ausführlicher Untersuchungsbericht vorgelegt. Die Resultate zeigten, dass sich die schleichenden Prozesse insbesondere im Boden ungünstig auf die Gesundheit der Bäume, die Stabilität und das Wachstum des Waldes auswirken. Auslösendes Element dieser Veränderungen ist die grossflächige Ablagerung von Schadstoffen im Wald, die über die Luft verfrachtet werden. Dabei spielt der Stickstoffeintrag eine Schlüsselrolle.
Im Jahr 2006 hat sich das Forstamt Thurgau entschlossen, an diesem Programm mitzuwirken, um die wertvolle, langfristig angelegte Datenreihe wichtiger Messgrössen nicht abbrechen zu lassen. Das Beobachtungsprogramm zielt darauf ab, Entscheidungsgrundlagen bereitzustellen, um den Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes sicherzustellen, die schleichenden Veränderungen im Waldzustand
festzustellen sowie die Wirkungszusammenhänge zu erkennen und die Risiken frühzeitig abzuschätzen. Daraus sollen Strategien abgeleitet werden, um die Risiken zu vermindern sowie Massnahmen und Empfehlungen für die Forstpraxis und zur Verminderung von Belastungen zu erarbeiten. Schliesslich soll die Öffentlichkeit kontinuierlich darüber informiert werden.
Das Beobachtungsprogramm kostet für die neun teilnehmenden Kantone jährlich 640 000 Franken. Gemäss Kostenschlüssel ergeben sich für den Kanton Thurgau Kosten von jährlich 51 000 Franken. Für die gesamte
Laufzeit von 2009 bis 2013 resultieren daraus für den Kanton Thurgau Kosten von insgesamt 205 000 Franken.



























