Schweiz: Schon 20 Grad machen parkierte Autos zur Todesfalle für Hunde
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Die Schweiz erlebt derzeit ungewöhnlich früh heisse Tage mit Temperaturen über 30 Grad.
Damit steigt auch die Verantwortung für Hundehalter, ihre Vierbeiner vor gefährlicher Überhitzung zu schützen.
Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN gibt Tipps für den richtigen Umgang mit Hitze und warnt eindringlich davor, Hunde allein im Auto zurückzulassen – und sei es nur für wenige Minuten.
Ein aufgeheiztes Auto ist eine häufig unterschätzte Gefahr: Nur schnell in den Supermarkt, während der Hund im Wagen wartet? Das kann jetzt gefährlich werden. Gerade, wenn ein Auto in der Sonne steht, können die Temperaturen im Inneren schnell auf das Doppelte ansteigen. Hunde sind der Hitze in einem geschlossenen Auto hilflos ausgeliefert und können diese allein durch ihr Hecheln nicht ausgleichen.
Bereits bei milden 20 Grad draussen erreicht ein Auto nach 30 Minuten rund 36 Grad. Bei 28 Grad Aussentemperatur sind es im Innenraum schon 44 Grad. Und an heissen Tagen wie aktuell bei 32 Grad klettert die Temperatur im Fahrzeug nach einer halben Stunde auf fast 50 Grad.
„Schon nach wenigen Minuten kann der Hund einen Hitzeschock erleiden und das Auto zur Todesfalle werden. Ganz wichtig: Die Scheibe einen Spalt aufzulassen, verhindert keinen Hitzestau“, sagt Janine Cirini, Campaignerin für Haustiere bei VIER PFOTEN Schweiz.
Wer einen Hund in einem offensichtlich überhitzten Wagen entdeckt, darf und soll einschreiten, um das Tier aus seiner gefährlichen Lage zu befreien. Zunächst sollte man prüfen, ob sich der Halter in der Nähe befindet. Ist das nicht der Fall, sollte die Polizei oder Feuerwehr alarmiert werden. Diese sind berechtigt, die Autoscheibe einzuschlagen, um den Hund zu retten.
Verschlechtert sich der Zustand des Hundes bis zum Eintreffen der Polizei oder der Feuerwehr und das Tier läuft Gefahr, einen Hitzschlag zu erleiden, zählt allerdings jede Minute: Dann ist das Einschlagen der Autoscheibe die einzig verbleibende lebensrettende Möglichkeit.
„Am besten man dokumentiert vorher kurz die Situation, macht Bilder oder ein Video und zieht im Idealfall weitere Augenzeugen hinzu“, rät die Expertin. Sobald der Hund befreit ist, sollte man ihn – je nach Zustand des Tieres – in den Schatten bringen und vorsichtig und langsam kühlen oder direkt einen Tierarzt aufsuchen.
Quelle: VIER PFOTEN Schweiz
Bildquelle: © FOUR PAWS | Tibor Rauch