Frauenfeld TG: Bahnhof wird ausgebaut – neues Wendegleis für mehr Zugverbindungen
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Mit neuen Gleisanlagen wird der Bahnhof Frauenfeld für zusätzliche Zugverbindungen vorbereitet.
Der Ausbau beseitigt Engpässe im heutigen Betrieb und verbessert die Stabilität des Fahrplans im Personen- und Güterverkehr. Die ersten Bauarbeiten beginnen in diesen Tagen.
Der Bahnhof Frauenfeld ist ein wichtiger Knotenpunkt für den Reise- und Güterverkehr auf der Bahnstrecke Zürich–Winterthur–Weinfelden–Romanshorn. Er bietet Pendlerinnen und Pendlern Anschlüsse an den Fern- und Regionalverkehr. Zudem ist Frauenfeld ein bedeutender Standort für den Güterverkehr von SBB Cargo.
Mit dem Ausbauschritt 2035 des Bundes wird das Angebot weiter verdichtet: Der heutige Halbstundentakt im Fernverkehr mit dem IC 8/81 und dem IR 75 soll durch zusätzliche Fernverkehrsverbindungen ausgebaut werden. Gleichzeitig wird die betriebliche Flexibilität im Güterverkehr erhöht. Denn auch im Güterverkehr bestehen Engpässe: Aus Richtung Osten fehlt eine direkte Einfahrmöglichkeit zu den Gleisen der Post, weshalb Züge teilweise im Bahnhof wenden müssen.
Neues Wendegleis bringt stabileren Bahnbetrieb
Damit der Ausbau des Bahnangebotes umgesetzt werden kann, müssen die Gleisanlagen des Bahnhofs Frauenfeld erweitert werden. Die Ausbauten der Bahninfrastruktur beheben Engpässe im Personen- und Güterverkehr. Kern des Projekts ist ein neues, 400 Meter langes Wendegleis östlich des Bahnhofs. Dieses ermöglicht es, Reisezüge effizienter zu wenden und künftig mehrere Verbindungen in Frauenfeld beginnen oder enden zu lassen. Für die Reisenden bringt dies einen stabileren Fahrplan und sicherere Anschlüsse. Ergänzt wird die Infrastruktur durch zusätzliche Weichen sowie Anpassungen an der Signalisation.
Für den Güterverkehr werden die bestehenden Gleise in beide Richtungen angebunden und für höhere Geschwindigkeiten ertüchtigt. Zudem werden die Anlagen so ausgebaut, dass künftig auch Güterzüge bis 750 Meter Länge und 1’600 Tonnen Gewicht effizient verkehren können.
Arbeiten während der Nacht sind nötig
Die Vorarbeiten im Bahnhof Frauenfeld haben diese Woche begonnen. Sie umfassen unter anderem Tiefbau-, Kabel- und Stahlarbeiten und dauern voraussichtlich bis Ende Juli. Diese Arbeiten wurden unabhängig von den späteren Hauptarbeiten vergeben und können planmässig ausgeführt werden.
Die Ausführung der Hauptarbeiten verzögert sich hingegen, da gegen deren Vergabe eine Beschwerde erhoben wurde. Solange das Beschwerdeverfahren läuft, kann der weitere Bauablauf nicht abschliessend terminiert werden.
Die Kosten für das gesamte Projekt betragen rund 82 Millionen Franken. Diese werden über den Ausbauschritt 2035 des Bundes und damit über den Bahninfrastrukturfonds (BIF) finanziert.
Die Bauarbeiten haben bis auf Weiteres keinen Einfluss auf den Fahrplan und den Bahnbetrieb im Bahnhof. Um den regulären Betrieb möglichst wenig zu beeinträchtigen und die Sicherheit für die Mitarbeitenden auf der Baustelle und des Zugverkehrs zu gewährleisten, müssen jedoch einige Arbeiten in der Nacht bei gesperrtem Gleis und ausgeschalteter Fahrleitung durchgeführt werden. Es stehen teilweise akustische und optische Warnanlagen im Einsatz. Die SBB setzt sich dafür ein, die unumgänglichen Lärmemissionen so gering wie möglich zu halten und informiert wie üblich die Anwohnenden über die Arbeiten.
Quelle: SBB
Bildquelle: SBB CFF FFS