Cybercrime und Onlinebetrug: DerToni von Polizei.news erklärt die fiesesten Maschen

DerToni alias Antonio Spitaleri, Markenbotschafter von Polizei.news, hat seinen aktuellen Livestream genutzt, um über ein Thema zu sprechen, das immer mehr Menschen betrifft: Cybercrime und Onlinebetrug.

Während einer Fahrt durchs winterliche Prättigau im Kanton Graubünden erklärte er, wie moderne Betrüger vorgehen, warum ihre Methoden so erfolgreich sind – und welche einfachen Regeln im Ernstfall schützen können.

Betrug beginnt oft ganz harmlos

Wir sind ständig online: Wir schreiben E-Mails, shoppen im Internet, bezahlen Rechnungen per App und erledigen Bankgeschäfte digital. Genau hier setzen Cyberkriminelle an. Viele Fälle beginnen unscheinbar – mit einer E-Mail, einer SMS oder einem unerwarteten Anruf, in dem plötzlich von einem „Sicherheitsproblem“ oder einem „gesperrten Konto“ die Rede ist.

DerToni weist darauf hin, dass Betrüger technisch versiert sind, vor allem aber psychologisch arbeiten. Sie versuchen Vertrauen aufzubauen, üben Druck aus und spielen mit Angst: angeblich verdächtige Transaktionen, vermeintliche Sicherheitsupdates, Kontosperrungen oder Probleme mit der Kreditkarte. Häufige Maschen sind täuschend echte Phishing-Mails, gefälschte Login-Seiten von Banken oder Paketdiensten, Fake-Shops mit Dumpingpreisen sowie Anrufe von angeblichen Polizisten, Bankmitarbeitern oder Support-Hotlines.



Es kann jede und jeden treffen

Ein zentraler Punkt des Livestreams: Onlinebetrug ist kein „Peinlichkeits-Thema“, sondern ein Massenphänomen. Unabhängig von Alter, Ausbildung oder technischem Wissen können Menschen solchen Tricks zum Opfer fallen. Die Täter bereiten sich vor, passen ihre Maschen an aktuelle Nachrichten an und optimieren ihre Täuschungen laufend – das macht die Erkennung schwierig.

Wer hereinfällt, hat nicht „versagt“, betont DerToni. Entscheidend sei, wie man danach reagiert: Betrugsversuche sollten gemeldet und nicht aus Scham verschwiegen werden. Nur so können Polizei und Fachstellen Muster erkennen und die Bevölkerung warnen.



Warnsignale, an denen Sie Betrug erkennen

Trotz aller Professionalität der Täter gibt es typische Alarmzeichen, die man ernst nehmen sollte:

  • Unerwartete E-Mails oder SMS mit Zahlungsaufforderungen oder angeblichen Sicherheitsproblemen
  • Links, die zu „Login“-Seiten führen, statt direkt zur bekannten Website
  • Absenderadressen, die leicht verändert sind (z.B. zusätzliche Buchstaben, fremde Domains)
  • Dringlichkeitssprüche wie „sofort handeln“, „letzte Chance“ oder „Konto wird gesperrt“
  • Aufforderungen, Passwörter, PINs, SMS-Codes oder Kreditkartendaten bekanntzugeben

Klarer Merksatz, den DerToni hervorhebt: Keine Bank, keine Behörde und keine echte Polizei verlangt am Telefon, per E-Mail oder SMS Passwörter, TAN-Codes oder Fernzugriff auf den Computer oder das Handy.

Wer genau dazu gedrängt wird, kann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von einem Betrugsversuch ausgehen.

So reagieren Sie im Ernstfall richtig

Kommt eine verdächtige Nachricht oder ein ungewöhnlicher Anruf, gilt zuerst: ruhig bleiben. Keine Links anklicken, keine Anhänge öffnen, keine Zugangsdaten eingeben und am Telefon nichts preisgeben.

Im Zweifel beendet man das Gespräch und ruft – über offiziell bekannte Kontaktangaben – selber bei Bank oder Behörde an.

Wenn man bereits auf einen Betrug hereingefallen ist, zählt jede Minute:

  • Konten und Karten sofort sperren lassen
  • Bank oder Zahlungsdienstleister direkt kontaktieren
  • Passwörter ändern, insbesondere beim E-Banking und bei E-Mail-Konten
  • Beweise sichern: E-Mails, SMS, Screenshots, Chatverläufe archivieren
  • Anzeige bei der Polizei erstatten, je nach Kanton auch via Online-Wache möglich

Diese Schritte können weiteren Schaden begrenzen und helfen den Ermittlungsbehörden, die Spur der Täter nachzuvollziehen.

Aufklärung als beste Prävention

Zum Abschluss macht DerToni deutlich, dass Cybercrime weiter zunehmen wird, weil Täter die Anonymität des Netzes nutzen, viele Opfer gleichzeitig erreichen und selbst bei hohem Dunkelfeld oft profitabel bleiben.

Umso wichtiger sind Aufklärung und Wiederholung: Wer die typischen Muster kennt, reagiert schneller misstrauisch und klickt im entscheidenden Moment eben nicht.

Polizei.news berichtet regelmässig über aktuelle Fälle, neue Betrugsmaschen und Präventionstipps aus der Schweiz. Für den Markenbotschafter ist klar: Je öfter man über diese Themen spricht, desto besser können sich Menschen im Alltag schützen – und desto schwieriger wird es für Täter, mit ihren Tricks durchzukommen.

Mit eindrücklichen Bildern aus dem winterlichen Prättigau verabschiedet er sich aus dem Livestream und verrät, dass es morgen ein „spezielles Thema“ geben wird.




 

Quelle: DerToni/Polizei.news-Redaktion
Bildquellen: Bild 1: => Symbolbild © MMD Creative/Shutterstock.com; Bild 2: => Symbolbild © Lemonsoup14/Shutterstock.com; Bild 3 und Bild 4: => Polizei.news

Für Appenzell-Innerrhoden

Publireportagen

Empfehlungen

MEHR LESEN