Welcher Hund passt zu mir? – Wissenswertes rund um die Anschaffung eines Vierbeiners
Polizei.news Redaktion Beitrag Hunde
Die Entscheidung für einen Hund ist eine langfristige Verpflichtung, die wohlüberlegt getroffen werden sollte. Steht der Wunsch nach einem Vierbeiner fest, gilt es verschiedene Fragen zu klären: Nehmen Sie einen Hund aus dem Tierheim auf oder ein Tier aus einer Zucht? Welche Rasse passt am besten in die Familie.
In Kooperation mit der Tierarztpraxis zur Schmiede präsentiert polizeinews.ch Wissenswertes und Tipps rund um die Anschaffung eines Hundes.
Persönliche Lebensumstände prüfen
Vor der Entscheidung prüfen Sie idealerweise Ihre Lebensumstände:
- Wohnsituation: Wohnen Sie in einer kleineren Wohnung oder in einem Haus mit Garten? Nicht jede Rasse fühlt sich in einer kleineren Wohnung wohl und vor allem für grössere Tiere ist ein Garten ideal.
- Zeitaufwand: Ein Hund benötigt Aufmerksamkeit, regelmässige Spaziergänge und Training. Überlegen Sie, wie lange das Tier allein bleiben müsste, wenn Sie arbeiten. Alternativ denken Sie am besten im Vorfeld über eine Tagesbetreuung nach.
- Familie: Eine Familie mit Kindern sollte sich unbedingt für einen kinderfreundlichen Hund entscheiden.
Kosten der Hundehaltung – der finanzielle Aspekt
Ein Hund bringt viel Freude, aber auch einige laufende Kosten mit sich:
- Erstanschaffung: Kosten für das Tier selbst (Tierheimgebühr oder Kaufpreis beim Züchter), Erstausstattung wie Leine, Halsband, Körbchen, Futternäpfe
- Tierarztkosten: Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen, notwendige Behandlungen
- Futter: abhängig von der Grösse des Hundes
- Hundeschule: Ausgaben für Training mit jungen oder unerfahrenen Hunden
- Hundesteuer: zahlreiche Kantone erheben eine Hundesteuer
Hund aus dem Tierheim oder vom Züchter?
Ob Sie einem Tier aus dem Tierschutz ein Zuhause geben oder sich für ein Zuchttier entscheiden, ist eine wichtige Entscheidung. Beide Optionen gehen mit verschiedenen Vor- und Nachteilen einher:
Tierheimhunde
Tierheimhunde haben oft eine traurige Vergangenheit und suchen dringend ein neues Heim. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass Sie mit dieser Entscheidung dem Tier eine zweite Chance geben und zum Tierschutz beitragen.
Im Vergleich zu einem Zuchthund ist die Schutzgebühr für einen Tierheimhund in der Regel niedriger.
Tierheimtiere sind meistens bereits erwachsene Hunde, sodass die Charaktereigenschaften besser einzuschätzen sind.
Allerdings geht die Aufnahme eines solchen Tiers auch mit verschiedenen Herausforderungen einher: Es ist nicht bekannt, was das Tier bereits erlebt hat. Hunde mit einer traumatischen Vergangenheit benötigen viel Geduld und Training. Oftmals ist die genaue Herkunft oder Rasse des Tiers ungewiss, sodass sie nicht genau wissen, worauf Sie sich einlassen.
Zuchthunde
Zuchttiere kommen von einem kontrollierten Züchter und verfügen über eine bekannte Abstammung. Sie wissen genau, welche Rasseeigenschaften das Tier hat. Das Tier bekommen Sie üblicherweise im Welpenalter, sodass Sie Ihren Begleiter von Anfang an erziehen können. Seriöse Züchter achten genau auf gesundheitliche Aspekte und vermeiden Erbkrankheiten.
Gerade, wenn Sie eine seltene Rasse bevorzugen, sind die Anschaffungskosten hoch. Wichtig ist zudem, einen vertrauenswürdigen Züchter zu wählen. Die strengen Tierschutzgesetze in der Schweiz sollen illegale Zucht eindämmen, daher ist unbedingt auf eine seriöse Zucht zu achten. Idealerweise informieren Sie sich im Vorfeld beim entsprechenden Zuchtverband.
Welcher Hund passt zu mir?
Für welche Hunderasse Sie sich entscheiden, ist von Ihren Vorlieben und Ihrer Lebenssituation abhängig:
- Hundeanfänger: Leicht erziehbar sind zum Beispiel Labradore, Golden Retriever oder auch Malteser.
- Aktive Menschen: Border Collies, Australian Sheperds oder Labrador Retriever sind in der Regel energiegeladen, lieben lange Spaziergänge und mögen geistige Herausforderungen und Übungen.
- Familien mit Kindern: Golden Retriever, Beagle, Irish Setter oder Labrador Retriever gelten als kinderfreundlich.
- Stadtbewohner: Kleinere Rassen wie Dackel, Mops oder französische Bulldoggen fühlen sich auch in einer Wohnung wohl und benötigen nicht so viel Auslauf wie grosse Rassen.
Rechtliche Aspekte der Hundehaltung
In der Schweiz gibt es verschiedene Vorschriften, die Sie als Hundehalter im Blick haben sollten:
- Registrierungspflicht: Jeder Hund muss im Schweizer Hunderegister (AMICUS) eingetragen sein. Dazu gehören Angaben über den Besitzer, die Rasse und der Nachweis über Impfungen wie Tollwut.
- Sachkundenachweis (SKN): In einigen Kantonen ist ein Sachkundenachweis für Ersthundebesitzer Pflicht. Dieser umfasst theoretische und praktische Schulungen.
- Listenhunde: Manche Kantone haben spezifische Vorschriften für sogenannte Listenhunde (z. B. Pitbulls oder Rottweiler). Informieren Sie sich über die Regeln in Ihrem Wohnkanton.
- Haftpflichtversicherung: Eine Hundehaftpflichtversicherung ist in vielen Kantonen vorgeschrieben, um Schäden durch Ihren Hund abzudecken.
Der richtige Hund für Ihr Zuhause
Die Entscheidung für einen Vierbeiner sollte niemals übereilt getroffen werden. Mit der richtigen Vorbereitung werden Sie viel Freude mit Ihrem tierischen Begleiter haben.
Das Team der Tierarztpraxis zur Schmiede unterstützt Sie, wenn Sie Fragen zur Ernährung Ihres Tiers haben. Auch über erforderliche Impfungen, Entwurmung oder die Registration Ihres Hundes berät Dr. Schifferle Sie gern. In der Praxis erhalten Sie einen Heimtierausweis und können mit Ihrem Hund ein Medical Training durchführen. Auf diese Weise lernen bereits Welpen, dass ein Tierarztbesuch auch entspannt ablaufen kann.
Bei gesundheitlichen Beschwerden steht das erfahrene Team an Ihrer Seite. Die Praxis verfügt über verschiedene diagnostische Behandlungsmöglichkeiten wie volldigitales Röntgen, ein hauseigenes Labor für Blutanalysen und Ultraschall. Mit der richtigen Diagnose und viel Einfühlungsvermögen wird Ihrem Vierbeiner hier umfassend geholfen.
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