Wetter-Schweiz: Zögerliche Abtrocknung im Zwischenhoch
Nach einem frostigen Morgen sorgte ein Zwischenhoch heute für eine Stabilisierung und Abtrocknung der Luftmasse. Die kräftige Aprilsonne brachte die über der Schweiz lagernde kalte Polarluft immerhin auf 2-stellige Temperaturwerte.
Aber wie der Ausdruck „Zwischenhoch“ aussagt, es war nur vorübergehend. Die nächste Störungszone machte sich bereits von Norden her auf den Weg zu uns.
Sehr kalt, aber nicht so schlimm wie befürchtet
Die polare Kaltluft sorgte in der vergangenen Nacht für recht frostige Temperaturen. Immerhin blieb es in der vergangenen Nacht vielerorts noch länger bewölkt, so dass die Temperaturen durch die gedämpfte Abstrahlung teilweise nicht ganz so tief sanken wie befürchtet.
Dennoch wurden auf 2 Metern über der Erdoberfläche verbreitet Minustemperaturen registriert. Am kältesten war es natürlich in den höher gelegenen Tälern mit Schnee, wie beispielsweise in La Brévine mit -13.1 Grad. Aber auch in den Bergen oberhalb von 2000 Metern lagen die Tiefstwerte unter -10 Grad.
Bewölkung über dem Alpenraum und registrierte Tiefsttemperatur auf 2 m Höhe am 04.04.2022.
Quelle: MeteoSchweiz
Keine Rekordwerte
Obwohl die Tiefstwerte der vergangenen Nacht im April nicht gerade häufig vorkommen, so sind wir doch von Rekordwerten noch weit entfernt. Einzig der Wert in Hallau (SH) mit -5.9 Grad ist der 3. tiefste Wert an dieser Station seit Messbeginn. Der Wert von -18.3 von La Brévine (NE) liegt immerhin noch auf Rang 9.
Impressionen einer Skitour auf dem Roggenstock (oberhalb Oberiberg) mit Blick Richtung Furggelenstock/Gschwändstock in frischem Pulverschnee.
Foto: L. Beerenwinkel