Familiendrama, Tötungsdelikt in Riehen
Die bisherigen Ermittlungen der Sonderkommission der Staatsanwaltschaft ergaben, dass Nachbarn Knallgeräusche gehört hatten, diese aber nicht zuordnen konnten. Daraufhin verständigten sie die Polizei, u.a. auch deshalb, weil die Ehefrau des Täters nicht zur Arbeit und ihre Tochter nicht in der Schule erschienen waren.
Als die Polizei kurze Zeit später Nachschau hielt, stellte sie im Kinderzimmer der Wohnung den leblosen Körper des Mädchens fest. Im Schlafzimmer lagen seine beiden toten Eltern. Die Abklärungen der Kriminaltechnischen Abteilung und des Instituts für Rechtsmedizin ergaben, dass der Vater mit grosser Wahrscheinlichkeit zuerst seine Tochter und anschliessend seine Frau mit mehreren Schüssen getötet hatte. Danach nahm er sich selbst das Leben. Die Tat wurde mit einer Pistole (keine Armeewaffe) verübt. Die möglichen Hintergründe für die Tötungen und den anschliessenden Suizid sind nach wie vor Gegenstand der Ermittlungen. Hinweise auf allfällige familiäre Probleme waren der Polizei nicht bekannt. Anhaltspunkte auf eine Beteiligung Dritter liegen nicht vor. Für die Betreuung der Angehörigen, der Kinder der Schulklasse und weiterer Personen sind der Sozialdienst der Kantonspolizei und das Care Link Team im Einsatz. Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Kriminalkommissariat Basel-Stadt, Tel. 061 267 71 11, oder mit der nächsten
Polizeiwache in Verbindung setzen.