Hausärzte kritisieren Bundesrat Couchepin

Eine solche führe nicht zu einer Kostenersparnis, sondern zu einem gewaltigen Kostenschub. Ohne Selbstdispensation würde das Einkommen der Ostschweizer Hausärzte auf ein Niveau sinken, das den Hausarztmangel beschleunigte und die Arbeitsbedingungen für Jungärzte noch unattraktiver machten, heisst es in einem Communiqué von heute.

Doch auch die Patienten profitierten von der ärztlichen Medikamtenabgabe; wenn sie schwer erkrankt, gehbehindert oder ans Bett gefesselt seien, bleibe ihnen dank ärztlicher Medikamentenabgabe der umständliche Weg zur nächsten, allenfalls weit entfernten Apotheke erspart, reklamieren die Hausärzte.

Die Ostschweizer Gesellschaft für Hausmedizin (OSGAM) rät Pascal Couchepin laut Communiqué, das Dossier Gesundheitspolitik schnellstmöglich in neue, unverbrauchte Hände abzugeben und «sich selbst in die gesunde Walliser Bergluft zurückzuziehen, bevor dieser irreversible Schäden an der Hausarztmedizin
anrichte.»

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