Erste Obstbäume befallen
Urs Müller vom Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg bestätigte eine Meldung der «Thurgauer Zeitung» vom Mittwoch, wonach die Feuerbrandkontrolleure bereits fündig geworden sind. Diese Entwicklung sei allerdings nicht überraschend nach dem massiven Befall im vergangenen Jahr.
«Ohne den Einsatz von Streptomycin hätte es eine Katastrophe gegeben,» sagte Urs Müller. Im Thurgau haben 305 Obstbauern das Antibiotikum gespritzt, 37 haben auf einen Einsatz verzichtet. Das genaue Ausmass des Befalls könne noch nicht abgeschätzt werden.
Klar sei aber, dass der volle Einsatz besser schütze. Bäume, die dreimal gespritzt wurden, seien weniger stark vom Feuerbrand befallen als diejenigen, die nur ein- oder zweimal behandelt wurden. Auch ein Alternativpräparat auf Hefebasis zeige Wirkung, allerdings nicht im gleichen Mass wie das Antibiotikum.
Der Fachmann rechnet damit, dass die Obstbauern auch im kommenden Jahr Streptomycin spritzen müssen. Gefahr gehe vor allem von den Hochstämmen aus, und deren Befall sei für diese Jahreszeit schon sehr stark. Hochstamm-Bäume werden grundsätzlich nicht gespritzt. Das wäre wegen ihrer Grösse sehr aufwendig.