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185 Beratungen zum Thema Sucht

AR. Die Beratungsstelle für Suchtfragen präsentiert ihren Tätigkeitsbericht. Im Jahr 2008 wurden insgesamt 185 Menschen mit Suchtproblemen oder deren Angehörige beraten.

Als weiterer Höhepunkt wird die Durchführung des ersten Rauchstoppkurses «rauchlos glücklich» und die erfolgreiche Einführung des Ostschweizerischen Präventionsprogramms «freelance» in den Ausserrhoder Oberstufen erwähnt.

Seit 1. Oktober 2008 gehört die Beratungsstelle für Suchtfragen zum neuen Amt für Gesundheit des Departements Gesundheit. Der Kantonsärztliche Dienst, der Kantonszahnärztliche Dienst, der Veterinärdienst und die Fachstelle für Gesundheitsfachpersonen und Heilmittelkontrolle gehören ebenfalles zum Amt für Gesundheit.

Qualitätsmanagement eingeführt
In den letzten Jahren hat Damian Caluori, Leiter der Stelle, eine zehntägige Weiterbildung zum Thema Qualitätsmanagement besucht. Parallel dazu hat das Team der Beratungsstelle schrittweise ein Qualitäts-Managementsystem entwickelt und eingeführt, welches vom Bundesamt für Gesundheit BAG speziell für ambulante Suchtfachstellen entwickelt wurde. Im September 2008 wurde die Beratungsstelle von der Schweizerischen Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme SQS auditiert und als eine der ersten Suchtberatungsstellen in der Schweiz mit dem QuaTheDA* Zertifikat ausgezeichnet (*Qualität Therapie Drogen Alkohol).

185 Beratungen
Es wurden 118 (Vorjahr 123) länger dauernde Beratungen und 84 (Vorjahr 67) Kurzberatungen durchgeführt. Der Problembereich Alkohol ist der grösste, gefolgt von harten Drogen und Cannabis. Besonders war, dass die Beratungen auf Grund von Weisungen durch Schulen und Arbeitgebenden im letzten Jahr stark zugenommen haben. Ebenfalls ist festzustellen, dass im letzten Jahr mehr Kurzberatungen (weniger als 3 Stunden Arbeitsaufwand) durchgeführt wurden.
In den letzten zwei Jahren haben die Mitarbeitenten der Beratungsstelle für Suchtfragen je ein Programm für FiaZ*- und FuD*-Klientinnen und –Klienten entwickelt (*FiaZ = Fahren in angetrunkenem Zustand / FuD = Fahren unter Drogeneinfluss). Die Programme ermöglichen die fachgerechte Beratung dieser Klientinnen- bzw. Klientengruppe und haben über die Kantonsgrenze hinaus ein grosses Interesse erzeugt. Im 2008 konnten 15 FiaZ- und FuD-Programme an andere Beratungsstellen verkauft werden.

Rauchstoppberatung und Tabakprävention
Seit Anfang 2008 wurden die Anstrengungen rund um die Rauchstoppberatung und die Tabakprävention intensiviert. Dies war insbesondere möglich, weil ein Leistungsauftrag mit der Lungenliga Appenzell Ausserrhoden abgeschlossen werden konnte und mit den zusätzlichen Finanzen der Personalbestand seit 1. Februar 2008 leicht aufgestockt werden konnte. Andrea Heeb hat sich in den letzten Jahren zur Rauchstopptrainerin ausbilden lassen. Der erste Rauchstoppkurs «rauchlos glücklich» für die Ausserrhoder Bevölkerung konnte im Sommer/Herbst 2008 erfolgreich durchgeführt werden. 80% der Teilnehmenden waren am Schluss des Kurses «rauchlos glücklich». Im Moment läuft der zweite Kurs und weitere Rauchstoppkurse sind geplant.

«freelance» an der Ausserrhoder Oberstufen

Seit 2006 entwickelte die Beratungsstelle für Suchtfragen Appenzell Ausserrhoden zusammen mit fünf anderen Ostschweizer Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein das Präventions-Programm «freelance». Die Umsetzung im Unterricht läuft seit Schuljahr 2008/2009. «freelance» ermöglicht den Oberstufen-Lehrpersonen, auf attraktive und zeitgemässe Art und Weise Prävention in den Unterricht einfliessen zu lassen. In Appenzell Ausserrhoden beteiligen sich mit 102 Schulklassen fast alle Oberstufenklassen am Programm «freelance». Ein riesiger Erfolg!

5-Jahres-Aktionsplan abgeschlosse
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Vom März 2004 bis am 31. Dezember 2008 bearbeitete die Beratungsstelle für Suchtfragen im Auftrag des Kantonsrats den «5-Jahres-Aktionsplan 2004 – 2008 für eine Präventionspolitik Alkohol/Tabak in Appenzell Ausserrhoden». Insgesamt 6 Massnahmen wurden geplant und sukzessive umgesetzt. Der «5-Jahres-Aktionsplan» hat sich als erfolgreiches, breit- und tiefenwirksames Massnahmenpaket bewährt. Die Verankerung verschiedener Massnahmen im Ausserrhoder Gesundheitsgesetz im Bereich Tabakprävention gewährt eine entsprechende Nachhaltigkeit. Der Aktionsplan wurde per 31.12.2008 abgeschlossen. Im Schlussbericht (zu finden unter www.sucht-ar.ch) sind detaillierte Angaben zur Umsetzung zu finden. Die Koordination der verschiedenen Massnahmen durch die Beratungsstelle für Suchtfragen ist auch über 2008 hinaus gewährleistet. Es ist geplant, dass für die kommenden Jahre ein neuer Aktionsplan ausgearbeitet wird.

Ausführlicher Tätigkeitsbericht
Im Tätigkeitsbericht der Beratungsstelle für Suchtfragen sind die verschiedenen Arbeitsbereiche und die Aktivitäten im letzten Jahr ausführlich beschrieben. Der Bericht kann unter www.sucht-ar.ch herunter geladen werden.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 25.02.2009 - 10:03:28