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14,6 Millionen Franken für Kombi-Werkhof beantragt

Herisau/AR. Der Gemeinderat beantragt für die Realisierung eines kombinierten Werkhofs für die Feuerwehr und das Tiefbauamt einen Kredit von brutto 19,2 Mio. Franken und netto 14,61 Mio. Franken.

Die Vorlage soll am 9. September vom Einwohnerrat beraten werden und untersteht dem obligatorischen Referendum. Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 1. Juli die Vorlage für den neuen Werkhof und das neue Feuerwehrgebäude in 5. Lesung verabschiedet. Das Projekt wurde vorgängig erneut auf verschiedenen Ebenen geprüft und finanziell optimiert. Gleichzeitig wurde der Voranschlag der Teuerung angepasst. Die Kosten konnten so im Vergleich zum Stand im November 2008 um 600’000 Franken gesenkt werden. Weitere Einschränkungen wären nach Meinung des Gemeinderates unverhältnismässig im Vergleich zu den möglichen Einsparungen. Das Projekt erfüllt nun alle Voraussetzungen für einen nachhaltigen Bau und späteren kostengünstigen Betrieb.

Dass die seit Jahren bestehenden Raumprobleme für den Tiefbau und die Feuerwehr zu lösen und die technisch ungenügenden Einrichtungen zu ersetzen sind, ist bekannt. Unter anderem sind die Arbeitsabläufe wegen der verschiedenen Standorte aufwendig, zum Teil werden SUVA-Vorschriften und Arbeitsgesetze verletzt und, als weiteres Beispiel, die Anhänger der Feuerwehr müssen zum Parkieren in der Garage abgekoppelt werden, was zu zeitlichen Verzögerungen bei einem Einsatz führt.
Die neue, kombinierte Lösung im Minergie-Standard für Gewerbebauten, ausgearbeitet vom St.Galler Architekturbüro Reto Consoni, hat diverse Vorteile: Der Landbedarf ist kleiner, Werkstatt, Waschanlage, Theoriesaal, Parkplätze etc. können gemeinsam genutzt werden und die Betriebs-, Energie- und Unterhaltskosten sind geringer. Ferner werden dank dem Neubau drei Areale im Zentrum frei: «Lindenhof/Spittel», «Mühlebühl/Altes Schlachthaus» und «Feuerwehrhaus/Schulhaus Bahn». Diese befinden sich in Gemeindebesitz und stellen ein wichtiges Potenzial für die Gemeindeentwicklung dar. Ihr mutmasslicher Marktwert beträgt 6,6 Mio. Franken.

Die Kosten für den Neubau neben der Firma Huber Fenster AG betragen brutto 19,2 Mio. Franken. Abzüglich der Beiträge von der Assekuranz AR (3,6 Mio.) und dem bereits bewilligten Projektierungskredit (810’000 Franken) samt bewilligtem Zusatzkredit (180’000 Franken) ergibt sich ein Nettokredit von 14,61 Mio. Franken.
Der Einwohnerrat berät das Geschäft erstmals am 9. September. Bis dahin prüft die Parlamentarische Kommission “Werkhof“ das Geschäft im Detail. Der Einwohnerrat hatte wiederholt gefordert, den Neubau prioritär zu behandeln. Die Urnenabstimmung könnte am 29. November stattfinden. Baubeginn wäre im Herbst 2010, Abschluss 2 Jahre später.

Gemeinderat stimmt Teilzonenplan «Metrohm-Areal» zu
Der Gemeinderat befürwortet gemäss seinem Beschluss vom 1. Juli die Umnutzung des jetzigen Metrohm-Areals an der Oberdorfstrasse. Das Ressort Hochbau/Ortsplanung wird beauftragt, die öffentliche Planauflage für den Teilzonenplan «Metrohm-Areal» durchzuführen.
Vorgesehen ist, das jetzige Firmenareal an die Relesta AG zu veräussern. Diese wiederum will einerseits die bestehenden Betriebsgebäude umnutzen und den Gründerbau freistellen. In diesem Bereich sollen Dienstleistungs- und Gewerbebetriebe angesiedelt und Lofts gebaut werden. Andererseits sind im südlicheren, ruhigeren Teil vier Mehrfamilienhäuser geplant. Ingesamt sollen Wohnungen für 120-140 Einwohner entstehen. Die Parkplätze werden in eine Tiefgarage verlegt.
Mit dem Teilzonenplan sollen die bestehenden Gewerbezonen G3 und G4 sowie ein Teil der Wohn-/
Gewerbezone WG3 in die Kernzone umgezont werden. Da die bestehenden Bauten höher sind, als dies in der Kernzone grundsätzlich zulässig wäre, sind die abweichenden baurechtlichen Rahmenbedingungen in einem Gestaltungsplan festzulegen. Vorgängig wird der Teilzonenplan öffentlich aufgelegt; dieser ist vom Einwohnerrat (fakultatives Referendum) sowie vom Regierungsrat zu genehmigen. Anschliessend wird der Gestaltungsplan öffentlich aufgelegt.
Die Bevölkerung wurde am 9. Juni an einer Informationsveranstaltung über das Vorhaben orientiert. Auslöser für die Umnutzung ist der Umzug der Metrohm AG ins Industriegebiet Hölzli, vorgesehen auf Sommer 2011.

424’000 Franken für das Realschulhaus
Der Gemeinderat hat am Mittwoch einen Zusatzkredit über 424’000 Franken als gebundene Ausgabe für die Sanierung des Realschulhauses gesprochen. Zum einen wird das Schulhaus erdbebensicherer gemacht, gleichzeitig werden im Untergeschoss die Schäden nach dem Brand vom November 2008 behoben. Zum anderen entstehen im untersten Stockwerk ein neues Naturwissenschaftszimmer mit Vorbereitungsraum sowie ein Inputzimmer.
Diese Massnahmen sind in räumlicher und organisatorischer Hinsicht auf das neue Oberstufenmodell «Neigung» abgestimmt. Die immissionsreichen Rohbauarbeiten sollen bereits in den Sommerferien vonstatten gehen. Bis im Herbst sind alle Räumlichkeiten wieder bezugsbereit.
Gemäss einer Studie über die Erdbebensicherheit der öffentlichen Hochbauten vom 31. August 2008 ist unter anderem auch das Realschulhaus bei anstehender Sanierung statisch zu verbessern. Damit soll erreicht werden, dass die Schule bei einem Erdbeben der Stärke 5 keinen grossen Schaden nimmt. Bei einem Beben der Stärke 6 gäbe es zwar Schäden, doch das Gebäude würde nicht einstürzen.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 02.07.2009 - 11:53:08