100 neue Wegweiser durch Appenzell
AI. Der Jakobsweg ist längst nicht mehr nur bei «echten» Pilgern beliebt. Ein «Anschluss Ost» führt nun durch Appenzell Innerrhoden.
Am vergangenem Donnerstag, dem Tag des Jakobs wurde mit der Signalisation des «Jakobswegs Anschluss Ost» im Kanton Appenzell Innerrhoden begonnen. Wegmacher Guido Broger und Sepp Fuster nutzten die schönen Tage und setzten die ersten Wegweiser im Raum Jakobsbad.
Weitwandern boomt
Die Jakobswege sind sowohl von kultureller wie touristischer Bedeutung. Sie stellen zudem einen positiv besetzten «Imageträger» dar und sind als Markenzeichen international bekannt. Die stark steigende Anzahl Pilger zeigt, dass es durchaus auch wieder dem heutigen Zeitgeist entspricht, grössere Distanzen zu Fuss zu bewältigen. Ganz im Sinne der «Entschleunigung» hat das Weitwandern einen eigentlichen Boom erlebt.
Neuer Anschluss Ost
In Zusammenarbeit mit dem Landesplanungsamt Vorarlberg und den Kantonen St.Gallen und beider Appenzell will man den Anschluss an den bereits bestehenden Jakobsweg aus dem Süddeutschen Raum mit einem «Anschluss Ost» ergänzen. Die für den Kanton Appenzell Innerrhoden relevante Strecke führt vom vorarlbergischen Rankweil über Eggerstanden nach Appenzell. Vom Innerrhoder Hauptort verläuft der Weg via Gonten und Urnäsch nach St.Peterzell. Dort trifft er mit dem Ostschweizer Jakobsweg zusammen, der von Rorschach über St. Gallen nach Einsiedeln führt.
Direkte Verbindung
Ziel dieser europaweiten Pilgerwege ist Santiago de Compostela in Spanien. Da Pilger auf ihren oft monatelangen Wanderungen gerne in Kirchen und Kapellen zur Andacht einkehren wurde die Linienführung so gewählt, dass die wichtigsten sakralen Bauten in Appenzell Innerrhoden passiert werden. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist den Pilgern, dass die Wege möglichst direkte Verbindungen darstellen. Diesem Kriterium konnte ausser zwischen Jakobsbad und Urnäsch ebenfalls gerecht werden.
Der Mesmer der katholischen Kirche Appenzell, Sepp Fuster, der schon einen Teil auf dem Jakobsweg gewandert ist, hat sich spontan bereit erklärt, bei der Montage der rund 100 Wegweiser in Appenzell Innerrhoden zu helfen. Dabei muss streng darauf geachtet werden, dass das Zentrum der auf dem Wegweiser abgebildeten Muschel stets in Richtung Westen nach Santiago de Compostela zeigt. Bis Ende Herbst sollte die Signalisation abgeschlossen sein. Im Frühling 2008 wird dann im Rahmen der Eröffnung sämtlicher Schweiz Mobil Routen auch der Pilgerweg mit der offiziellen Via Regionummer 44 eröffnet.



























