Zürich (ZH) Mo. 11. November 2019 - 15:12 Uhr / Stapo ZH/PN

Aktion saubere Limmat: Taucher und Helfende bergen tonnenweise Unrat

«Botschafter» Beat Schlatter und ein tapferer Taucher: der Schauspieler half tatkräftig mit. (Bild: Stapo ZH)
«Botschafter» Beat Schlatter und ein tapferer Taucher: der Schauspieler half tatkräftig mit. (Bild: Stapo ZH)

polizeinews.ch Zürich (ZH), Zürich

Zürich/ZH Am Samstag, dem 09.11.12019 wurde gemeinsam eine grosse «Limmatputzete» durchgeführt. Rund 170 freiwillige Teilnehmerinnen und Teilnehmer sammelten in der Limmat zwischen Rudolf-Brun-Brücke und Kornhausbrücke mehrere Tonnen Abfall ein. - Stapo ZH/PN

Im vergangenen Sommer fanden mit dem Züri-Fäscht und der Streetparade gleich zwei Grossveranstaltungen im Bereich der Limmat statt. Diese und weitere Veranstaltun- gen sowie die allgemein intensive Nutzung der Limmat haben ihre Spuren in Form von Abfall hinterlassen.

wischen 09:30 und 13:30 Uhr führte die Stadt Zürich zusammen mit Partnerorganisationen eine grosse Reinigungsaktion durch. Rund 50 Taucherinnen und Taucher und weitere rund 120 Helferinnen und Helfer folgten dem Aufruf der Veranstalter und reinigten die Limmat in Fronarbeit.

Die Aktion war minutiös geplant. Die Taucher wurden mit drei Transportschiffen der Wasserschutzpolizei in zwei Staffeln in die einzelnen Sektoren entlang der Limmat gebracht. Ebenfalls im Einsatz stand ein Sicherungsschriff der Wasserschutzpolizei mit zwei ausgerüsteten Notfalltauchern.

Die Bergungsmannschaft brachte mit 12 Bergungsschiffen den Unrat an Land. Schliesslich sammelten sich in den Mulden zwischen Rudolf-Brun-Brücke und Kornhausbrücke rund 50 Kubikmeter Unrat. Unter anderem wurden 64 Fahrräder, 6 E-Scooter, 15 Einkaufswagen, tausende Flaschen und Metalldosen sowie diverse Bauabschrankun- gen und Werkzeuge aus der Limmat geborgen.

Es fanden sich aber auch aussergewöhnliche Gegenstän-de: Zum Beispiel ein Blechofen, ein Kinderwagen, ein Staubsauger, drei Gartentische, vier Gehkrücken, ein Duschkopf, einige Radabdeckungen und eine Waffe sowie Munition.

Der Zürcher Schauspieler und Kabarettist Beat Schlatter leistete einen Einsatz als Botschafter, half tatkräftig bei der Bergung der Gegenstände mit, und erklärte, warum es für ihn wichtig ist, den Gewässern Sorge zu tragen.

Die ganze Aktion verlief ohne Zwischenfälle. Nach den Tauchgängen zeigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erschöpft, aber zufrieden. Die starke Strömung der Limmat stellte hohe Anforderungen an das Können der Taucherinnen und Taucher und auch der Rudernden auf den Bergungsweidlingen, weshalb es nicht möglich war, sämtliche gesichteten Gegenstände schlussendlich auch zu bergen. Mit ihrem Einsatz leisteten alle Beteiligten einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz und zur Erhaltung der Limmat als sauberes Gewässer.

An der Gemeinschaftsaktion beteiligt waren der Schweizer Unterwasser Sport-Verband SUSV, der Limmat-Club Zürich, Fischervereine der Reviere Limmat 351, 352 und 353, der Sfvz-Sportfischerverein Zürich, die Kantonsschule Enge, der Pontonier Sportverein Zürich und die Stadt Zürich (ERZ, Stadtpolizei)

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2 KOMMENTARE

Keinen Respekt vor Polizei
Keinen Respekt vor Tieren
Keinen Respekt für die Natur
Das können nur Menschen sein mit einem
kleinen IQ.
Baumberger M. sagte am 12. Nov 2019 12:41:14 #
Das sind die wirklichen Umweltschützer!Leute die den Dreck wegräumen,wo andere gleichgültig entsorgen!Das sollten sich auch diese Hohlbirnen,wo anderst genannt "Klimaaktivisten" heissen,auch mal vor Augen halten,anstatt die Schule zu schwänzen,dämliche Transparente hochzuhalten,Strassen zu blockieren,Eingänge an Banken oder gar am Supermarkt zu versperren oder gar den Weg zum Terminal (Flughafen Genf neulich) nicht frei zu halten!Solche hirnverbrannte Aktionen helfen der Umwelt nämlich absolut nichts,im Gegensatz z B der "Limmatputzete",wo eine absolut sinnvolle Aktion ist!
Patrick sagte am 18. Nov 2019 12:03:37 #
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