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Silenen UR Mi. 19. April 2017 - 13:38 Uhr / Kapo UR/PN

Übergriff Bär an einem Bienenstand in Silenen

Der Bär drang in einen Bienenstand in Silenen ein. (Bild: Kapo UR)
Der Bär drang in einen Bienenstand in Silenen ein. (Bild: Kapo UR)
Schaden am Bienenhaus. (Bild: Kapo UR)
Schaden am Bienenhaus. (Bild: Kapo UR)
Google Maps: Silenen UR, Uri, Uri (UR), Zentralschweiz
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polizeinews.ch Silenen UR, Uri, Uri (UR), Zentralschweiz

Silenen/UR. Ein Imker meldete am Montag, 17. April 2017 dem gebietszuständigen Wildhüter einen Schaden an seinem Bienenstand im Gebiet unterhalb der Strengmatt in der Gemeinde Silenen. - Kapo UR/PN

Es wurden einige Bienenkästen in den Bienenstand geschoben und an den Kästen waren deutliche Kratzspuren sichtbar.
Aufgrund der angetroffenen Situation und dem Umstand, dass in derselben Gebietskammer vor rund drei Wochen eindeutige Bärenspuren angetroffen wurden, muss davon ausgegangen werden, dass der Schaden von einem Bären verursacht wurde.

Der Braunbär ist ein Allesfresser. Mehrheitlich frisst er Früchte und pflanzliches Futter. Er frisst aber auch Insekten, Wild und vereinzelt Nutztiere. Bienenvölker sucht er vor allem wegen den eiweisshaltigen Larven auf. Dank ihres ausgezeichneten Geruchssinns können Bären die Bienen von weitem aufspüren. Bleiben Standorte ungeschützt, werden sie meistens mehrfach heimgesucht.

Um weitere Schäden am betroffenen Bienenstand zu verhindern wurde in der Zwischenzeit ein Elektrozaunsystem installiert, das verhindern soll, dass sich der Bär dem Bienenstand wieder nähern kann.

Der Bär hält sich vermutlich seit Mitte letztem Jahr im Kanton Uri auf und legte umfangreiche Distanzen zurück. Bis anhin verhielt er sich sehr unauffällig und richtete keine Schäden an.

Daher sind momentan trotz des einzelnen Schadens auch keine weiteren Massnahmen geplant. Das Monitoring wird wie bis anhin fortgesetzt. Es wird aufzeigen, ob der Bär im Kanton Uri bleibt oder weiterzieht.

Je nach Entwicklung des Aufenthaltsgebietes und allfälliger weiterer Schäden müssen dann weitere Bienen-/Herdenschutzmassnahmen oder allenfalls Vergrämungsaktionen in Betracht gezogen werden.
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