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Zug Di. 10. April 2018 - 10:56 Uhr / Zuger Polizei/PN

Böses Erwachen statt grosse Liebe

Die beiden Frauen überwiesen den Betrügern insgesamt fast eine halbe Million Franken. (Symbolbild)
Die beiden Frauen überwiesen den Betrügern insgesamt fast eine halbe Million Franken. (Symbolbild)
Google Maps: Zug, Zug (ZG), Zentralschweiz

polizeinews.ch Zug, Zug (ZG), Zentralschweiz

Zug/ZG. Zwei Frauen wurden Opfer der Internetbetrugsmasche «Romance Scam». Sie überwiesen vermeintlichen Liebhabern insgesamt fast eine halbe Million Franken. - Zuger Polizei/PN

Eine 59-jährige Frau hatte vor zwei Jahren einen Mann auf einem Partnerportal kennengelernt, sich verliebt und auf eine Internet-Beziehung eingelassen. Der Mann baute das Vertrauen und die Beziehung zur Geschädigten auf und brachte sie dazu, ihm wegen angeblichen finanziellen Notlagen immer wieder Geld zu überweisen. Das Opfer wurde von ihrer Internet-Bekanntschaft insgesamt um rund 400'000 Franken betrogen.

Ein anderer unbekannter Mann baute zuerst über Facebook und später über WhatsApp eine Beziehung zu einer 41-jährigen Frau auf. Sie tauschten rege Nachrichten aus und führten auch mehrere Telefongespräche. In diesen erzählte der Mann auch von finanziellen Engpässen und bat die Frau, ihm das Geld vorzuschiessen. Die Geschädigte überwies ihrer Facebook- Freundschaft insgesamt rund 74'000 Franken in die Türkei.

«Romance Scam» – Lassen Sie sich nicht um den Finger wickeln
Bei dieser Betrugsmasche wird dem Opfer die grosse Liebe vorgespielt. Ihre Opfer suchen sich die Täter auf Dating-Seiten, Internet-Singlebörsen oder in anderen sozialen Netzwerken aus. Während die Opfer von der Liebe geblendet sind, wollen die Betrüger nur eines : nämlich Ihr Geld. Das Opfer wird per E-Mail oder soziale Medien kontaktiert – angeblich von einem gut aussehenden Mann oder einer attraktiven Frau. Die Betrüger senden täglich charmante Botschaften, machen Komplimente, telefonieren mit dem Opfer (via Skype) und umgarnen es mit allen möglichen Versprechen. Dies geht von der Verabredung bis hin zu einem Heiratsversprechen.

Nachdem sie sich das Vertrauen erschlichen haben, bitten sie ihr Opfer unter einem Vorwand um Geld. Bei der Begründung sind die Betrüger nie um eine Idee verlegen - beispielsweise benötigen sie das Geld für einen neuen Reisepass, für die Pflege eines kranken Verwandten, wegen eines Unfalls von einem Familienmitglied, um eine neue Firma zu gründen oder für einen neuen Internetanschluss.

Vorsicht ist geboten, wenn das virtuelle Gegenüber bereits nach kurzer Zeit von der grossen Liebe spricht. Dasselbe gilt, wenn die Sprache auf finanzielle Engpässe kommt und um Hilfe gebeten wird. Leihen Sie niemals Geld an Personen, die sie nicht wirklich gut kennen und die sie noch nie persönlich getroffen haben.
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