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Frauenfeld Do. 9. Februar 2017 - 09:03 Uhr / Kapo TG/PN

Strafverfahren gegen Priester: Betroffene im Thurgau gesucht

Personen, die in den Jahren 1994/1995 Kontakt mit dem damals 30-jährigen Priester hatten, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. (Symbolbild)
Personen, die in den Jahren 1994/1995 Kontakt mit dem damals 30-jährigen Priester hatten, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. (Symbolbild)
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polizeinews.ch Frauenfeld, Frauenfeld, Thurgau (TG), Ostschweiz

Frauenfeld/TG. Die Kantonspolizei Thurgau sucht in Zusammenarbeit mit einer deutschen Polizeibehörde Personen, die in den Jahren 1994/1995 Kontakt zu einem damals 30-jährigen deutschen Priester hatten. - Kapo TG/PN

Ein 52-jähriger Deutscher, der zuletzt in einer Pfarrei im Landkreis Deggendorf in Niederbayern tätig war, wurde Ende September 2016 von den dortigen Strafverfolgungsbehörden wegen des dringenden Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Kindern in Untersuchungshaft versetzt.

Der Mann wurde 1994 zum Priester geweiht. Allerdings wurde ihm 2008 wegen sexuellen Handlungen mit Minderjährigen der geistliche Stand aberkannt. Dennoch gab er sich weiterhin als Priester aus und erschlich sich so das Vertrauen von Kirchenangehörigen sowie gläubigen Familien und deren Kindern. Dabei kam es auch zu erneuten sexuellen Übergriffen auf Minderjährige.

Der Deutsche ist einschlägig vorbestraft und sein Vorgehen weist in den vorliegenden Fällen Parallelen auf. Er soll zudem unter einem Vorwand betrügerisch Spenden eingesammelt haben. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Deggendorf und der Kriminalpolizei Deggendorf dauern an.

In den Jahren 1994/1995 hielt sich der damals 30-jährige Priester mehrheitlich im Kanton Thurgau auf. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass er auch in der Schweiz das Vertrauen von gläubigen Familien und deren Kindern erschlichen und ausgenutzt hat.

Zeugenaufruf
Personen, die in den Jahren 1994/1995 Kontakt mit dem damals 30-jährigen Priester hatten, werden gebeten, sich bei der Kantonspolizei Thurgau unter 052 728 22 22 zu melden.
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