Basel-Stadt (BS) Do. 7. November 2019 - 11:31 Uhr / Kapo BS/PN

Anti-Migrationspakt-Demo gestört: Krawallanten bitte melden!

Bei der unbewilligten Gegendemo wurden mehrere Personen verletzt.  (Symbolbild)
Bei der unbewilligten Gegendemo wurden mehrere Personen verletzt. (Symbolbild)

polizeinews.ch Basel-Stadt (BS), Nordwestschweiz

Basel/BS Am 24.11.2018 fand eine bewilligte Kundgebung gegen den europäischen Migrationspakt statt. Gegner versuchten, die Demo gewaltsam zu verhindern. Jetzt wird eine Öffentlichkeitsfahndung eingeleitet. - Kapo BS/PN

Basel/BS Am 24.11.2018 fand eine bewilligte Kundgebung gegen den europäischen Migrationspakt auf dem Messe- platz statt. In verschiedenen sozialen Medien wurde dazu aufgerufen, nach Basel zu kommen. Gegner riefen ebenfalls in sozialen Medien dazu auf, diese Kundgebung nötigenfalls auch mit Gewalt zu verhindern. Aus diesem Grund war die Polizei mit einem grösseren Aufgebot vor Ort, da mit mehreren hundert Demonstrierenden gerechnet werden musste.

Trotzdem kam es in der Folge auf dem Messeplatz zu mehreren gewalttätigen Übergriffen auf die Teilnehmer der bewilligten Demo sowie auf die Polizei. Dabei wurden zwei Polizisten und fünf Teilnehmer der bewilligten Demonstra- tion verletzt und es kam zu diversen Sachbeschädigungen.

Im Rahmen aufwändiger Abklärungen konnten zwischen- zeitlich insgesamt 31 Erwachsene und 2 Jugendliche ermittelt werden. Die Staatsanwaltschaft bzw. die Jugend- anwaltschaft führen verschiedene Verfahren wegen Verdachts des Angriffs, des Landfriedensbruchs, der Körperverletzung, der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, der Nötigung sowie der Störung des öffentlichen Verkehrs. Zudem wurde ein Verfahren wegen Verdachts der Rassendiskriminierung eingeleitet.

Trotz intensiven Ermittlungen konnten 22 weitere Tat- verdächtige noch nicht identifiziert werden. Gestützt auf das Dreistufenmodell der SSK1, werden diejenigen Personen, welche an den gewalttätigen Auseinander- setzungen beteiligt waren, mit aufgefordert, sich bei der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft zu melden. Sofern die Gesuchten nicht ermittelt werden können, werden in einer zweiten Phase die verpixelten Fotos der Tatver- dächtigen zu Fahndungszwecken veröffentlicht. In einem dritten Schritt werden die Fotos der mutmasslichen Täter vollumfänglich publiziert.

Zeugenaufruf: Personen, die weitere Hinweise geben können, werden ersucht, sich bei der Staatsanwaltschaft in Basel, Tel. 061 267 71 11, oder bei der nächsten Polizei- wache zu melden.
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