Sion Fr. 31. Januar 2020 - 13:24 Uhr / Kapo VS/PN

Kapitalanlagebetrug im Internet: die Polizei warnt

Cybercrime in grossem Stil: Im Wallis wurden mehrere Fälle gemeldet. (Symbolbild)
Cybercrime in grossem Stil: Im Wallis wurden mehrere Fälle gemeldet. (Symbolbild)

polizeinews.ch Sion, Wallis (VS), Région Lémanique

Sion/VS Seit Dezember 2019 sind bei der Kantonspolizei Wallis mehrere Anzeigen wegen Kapitalanlagebetrugs im Internet eingegangen. Die Deliktssumme der gemeldeten Fälle liegt im hohen sechsstelligen Bereich. - Kapo VS/PN

Zunächst schaltet die Täterschaft im Internet äusserst professionell gestaltete Handelsplattformen auf. Auf diesen Seiten werben sie anschliessend Interessenten mit lukrativen Renditen über 20% pro Jahr an.

Bevor die entsprechenden Investitionen überhaupt getätigt werden können, müssen auf der Internetseite des Anbieters verschiedene persönliche Angaben hinterlegt werden. In einer nächsten Phase kontaktieren die Täter die Interes- senten und fordern diese auf, eine Software auf dem Computer zu installieren. Diese Massnahme wird damit begründet, dass damit ein Fernzugriff und somit eine permanente Kontrolle der Transaktionen möglich sei.

Danach erhalten die vermeintlichen Anleger von der Täterschaft die Angaben zu meist ausländischen Bank- verbindungen. Sobald die entsprechenden Beträge überwiesen wurden, können die vermeintlichen Finanz- anlagen oder Gewinne online auf der Internetplattform des Anbieters überwacht werden. Wird jedoch seitens der Geschädigten die Auszahlung der Anlagegelder bzw. der Gewinne verlangt, wird der Kontakt abgebrochen.

Gegenwärtig hat die Kantonspolizei alleine im Wallis eine Schadenssumme von 872'000 Franken ermittelt. Daneben wurden auch in anderen Kantonen Personen an ihrem Vermögen in Höhe von 748'000 Franken geschädigt.

Die Kantonspolizei ruft deshalb zur grössten Vorsicht bei derartigen Investitionen auf dubiosen Internetseiten auf. Besonders, wenn hohe Renditen in Aussicht gestellt werden und Zahlungen ins Ausland gefordert werden.
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2 KOMMENTARE

Ja mit den Minuszinsen, versuchen viele Rendite mit Aktien und Ähnlichem zu machen doch Vorsicht zu hohe Renditenversprächungen sind meistens an ein sogenanntes Schneeballsystem angehängt oder grundsätzlich von Betrügern herunter geladen ...es gibt Personen die bekanntlich in die Gelddaten Einsicht haben, wie Steuerämter, Post und Bank usw....und mit den heutigen offenen Grenzen, gibt es auch mehr Kriminaltouristen, welche sich mit Vitamin B einschleussen lassen, in solche Berufe wie auch in Pflegedienste, wo dann systematisch durch Gespräche versucht wird heraus zu finden, ob da Geld vorhanden ist. Gerade mit Ost- Südostländern die sind besser vernetzt , als viele denken. Oft sind auch Frauen im Spiel, welche durch ihren Scharm das Vertrauen gewinnen, und dann dies an dessen hinter Männer weitergeben.........mein Onkel wurde so schon zum Opfer, wie auch meine Mutter
Carolina sagte am 2. Feb 2020 08:24:33 #
Der Kommentar von Carolina ist super geschrieben. Mir wurde von meist älteren Personen mitgeteilt, dass auch sie schon betr. Kapitalanlagen kontaktiert wurden auch von falschen Polizisten. Glücklicherweise konnten Verwandten es verhindern. . Ich selber hatte schon einmal eine Telefonat mit einem "Finanzberater". Der war an der falschen Adresse. Ich habe Bank / Finanz studiert und arbeite seit Jahren bei einer Bank. Pflegeheime sind wirklich auch ein Risiko, weil viele ältere Personen halt froh sind mit jemandem zu sprechen und daher Informationen weitergeben, wenn sie sonst nie Besuch bekommen.
Sheila F. sagte am 6. Feb 2020 15:54:54 #
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