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Aargau (AG) Di. 8. August 2017 - 08:44 Uhr / Kapo AG/PN

Die Polizei ist auch im Darknet präsent

In aufwändigen Ermittlungen ist es der Kantonspolizei Aargau und der Staatsanwaltschaft gelungen, mehrere mutmassliche Drogenhändler zu überführen. (Bild: Kapo AG)
In aufwändigen Ermittlungen ist es der Kantonspolizei Aargau und der Staatsanwaltschaft gelungen, mehrere mutmassliche Drogenhändler zu überführen. (Bild: Kapo AG)
Diese hatten grosse Mengen Rauschgift im sogenannten Darknet verkauft. Die Behörden haben die entsprechenden Konten nun gesperrt. (Bild: Kapo AG)
Diese hatten grosse Mengen Rauschgift im sogenannten Darknet verkauft. Die Behörden haben die entsprechenden Konten nun gesperrt. (Bild: Kapo AG)
Google Maps: Aargau (AG), Nordwestschweiz

polizeinews.ch Aargau (AG), Nordwestschweiz

Aargau/AG. Die umfangreichen Ermittlungen nahmen ihren Anfang im Sommer 2016, als die Kantonspolizei Aargau einem heute 28-jährigen Schweizer auf die Spur kam. - Kapo AG/PN

Dieser betrieb einen florierenden Handel mit verschiedenen Drogen. Diese verkaufte er allerdings nicht auf der Gasse, sondern zeitgemäss über einen Online-Shop im sogenannten Darknet. Indem es IT-Ermittlern der Kantonspolizei gelang, in das verborgene Netzwerk einzudringen und entscheidende Daten zu entschlüsseln, gewannen die Strafverfolgungsbehörden wertvolle Erkenntnisse über die verbotenen Machenschaften dieses Mannes.

Sie konnten ihm schliesslich den Handel mit grossen Mengen Amphetamin, Marihuana, Ecstasy, Kokain und LSD nachweisen.

Bei ihren Ermittlungen gegen den 28-Jährigen stiess die Polizei im Darknet auf einen weiteren Online-Verkäufer. Wer hinter dem Profil steckte und per Post Marihuana an Empfänger in der ganzen Schweiz lieferte, war zunächst unklar.

In enger Zusammenarbeit zwischen IT-Ermittlung, Betäubungsmittelfahndung und Staatsanwaltschaft gelang es schliesslich, die Identität des virtuellen Dealers aufzudecken und ihn zu verhaften.

Wie langwierige Ermittlungen zeigten, hatte der 36-jährige Schweizer mit seinen illegalen Geschäften einen Umsatz von mindestens 100'000 Franken erzielt. Wie im Darknet üblich erfolgten die Zahlungen in der digitalen Währung Bitcoin. Gegen den Betreiber einer Indoor-Anlage, der ihn in grossem Stil mit Cannabis belieferte, wird in einem anderen Kanton separat ermittelt.

Ermitteln konnte die Kantonspolizei im gleichen Zug auch einen 50-jährigen Schweizer, der sich in der verborgenen Welt des Darknet in falscher Sicherheit wähnte. So gelang es den IT-Forensikern, auch auf sein Profil zuzugreifen und ihm damit den Verkauf beträchtlicher Mengen Marihuanas nachzuweisen. Dieses gewann er aus einer Indoor-Anlage, welche die Polizei bei der späteren Festnahme am Wohnort vorfand und sicherstellte.

Die im Auftrag der Staatsanwaltschaften Brugg-Zurzach und Muri-Bremgarten geführten Ermittlungsverfahren sind grösstenteils abgeschlossen. Die Kantonspolizei hat die illegalen Konten im Darknet inzwischen gesperrt und beschlagnahmt.
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