Zweisimmen Di. 2. April 2019 - 13:08 Uhr / Rega/PN

Traumwetter sorgt für spektakuläre Helikopter-Einsätze

Einsatz an der Eiger-Nordwand: Ein Bergsteiger ist 30 Meter ins Seil gestürzt und hat sich verletzt. (Bild: rega)
Einsatz an der Eiger-Nordwand: Ein Bergsteiger ist 30 Meter ins Seil gestürzt und hat sich verletzt. (Bild: rega)
Unfall eines Gleitschirmpiloten: Der in einem Baum hängende Mann wurde mit der Rettungswinde geborgen. (Bild: Rega)
Unfall eines Gleitschirmpiloten: Der in einem Baum hängende Mann wurde mit der Rettungswinde geborgen. (Bild: Rega)

polizeinews.ch Zweisimmen, Obersimmental-Saanen, Bern (BE), Espace Mittelland

Zweisimmen/BE Das sonnige Wetter der vergangenen Tage sorgte für Hochbetrieb bei den Rega-Einsatzleiterinnen und -leitern, die am Wochenende mehr als 100 Helikopter-Einsätze koordinierten. - Rega/PN

Mehrheitlich wurden die Rettungshelikopter nach Winter-sportunfällen aufgeboten, zum Beispiel für zwei abgestürzte Schneeschuhläufer beim Col de Lys (FR). Die Rega-Crews standen aber auch für einen verunglückten Gleitschirmpi-loten bei Malleray (BE) und einen abgestürzten Bergsteiger in der Eiger-Nordwand (BE) im Einsatz.

Gleich zwei Rega-Helikopter aus Zweisimmen und Wilderswil waren am Sonntag bei einer Rettungsaktion am Col de Lys (FR) beteiligt: Eine Schneeschuhläuferin rutschte in Gipfelnähe aus und stiess in eine zweite, weiter unten stehende Person. Beide stürzten rund 100 Meter in die Tiefe und blieben verletzt liegen. Glücklicherweise konnte ein dritter Schneeschuhwanderer einen Notruf absetzen. Er befand sich zum Zeitpunkt des Unglücks bereits weiter oben. Die beiden Verletzten wurden an der Rettungswinde aus dem steilen Hang geflogen.

Nach einem Absturz blieb am Samstagnachmittag bei Malleray (BE) ein Gleitschirmpilot kopfüber in einem Baum hängen, sein Schirm hatte sich in den Ästen verfangen. Um den Piloten aus seiner misslichen Lage rund zehn Meter über dem Boden zu befreien, wurde die Rega-Crew der Basis Bern von vier Bergrettern des Schweizer Alpen-Club SAC unterstützt. Die Situation liess keine Direktrettung mit dem Helikopter zu, deshalb setzte der Rega-Pilot einen Bergretter an der Rettungswinde von oben in die Baumkrone ab, so dass dieser zum abgestürzten Gleitschirmflieger gelangen und ihn sichern konnte. Die anderen drei Bergretter sicherten diesen vom Boden aus. Gemeinsam konnte der leicht Verletzte schliesslich am Seilzug nach unten gelassen, medizinisch versorgt und ins Spital geflogen werden.

Daneben kam es zu einer Windenrettung aus der Eiger-Nordwand. Zusammen im Einsatz waren die Rega und die Bergretter des SAC auch am Freitagnachmittag. Eine Zweier-Seilschaft steckte in der Eiger-Nordwand (BE) auf einer Höhe von rund 3'100 m ü. M. fest, beim so genannten «Zweiten Eisfeld». Einer der beiden Bergsteiger war 30 Meter ins Seil gestürzt und hatte sich dabei verletzt. Sein Kollege konnte zum Abgestürzten absteigen und die Rega alarmieren. Mit der Unterstützung von zwei Bergrettern rettete die Crew der Basis Wilderswil die beiden Bergsteiger mit der Rettungswinde aus der steilen Wand.

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