Kölliken/A1/AG. Heute Vormittag geriet ein Sattelschlepper mit Anhänger ins Schleudern und klemmte ein Auto ein. Deren zwei Insassen wurden verletzt. Die Autobahn musste in Richtung Zürich gesperrt werden, was zu grossen Verkehrsbehinderungen führte. - Kapo AG/MC
Am Sattelschlepper, dem Anhänger sowie am Auto entstand grosser Sachschaden. (Bild: Kapo AG)
Der schwere Sattelschlepper mit Anhänger fuhr am Mittwochmorgen, 1. September 2010, auf der A1 in Richtung Bern. Wie der Lenker später der Kantonspolizei erklärte, musste er um 10.30 Uhr zu Beginn der Autobahnbaustelle bei Kölliken einem silberfarbenen Auto ausweichen. Dessen Lenker soll nicht der provisorischen Linienführung gefolgt sein, wodurch die Kollision mit dem Lastwagen drohte. Der Chauffeur verlor durch das brüske Ausweichmanöver die Herrschaft über die Komposition, welche sich schleudernd um die eigene Achse drehte. In der Folge kam es im engen Baustellenbereich zur Kollision mit einem in Richtung Zürich fahrenden Skoda. Dieser wurde schliesslich zwischen dem Sattelschlepper und dem dortigen Brückenpfeiler eingeklemmt.
Die Lenkerin des Skoda wurde mittelschwer, die Beifahrerin leicht verletzt. Zufällig war hinter ihrem Auto eine Ambulanz auf einer Überführungsfahrt unterwegs, welche beinahe selbst in die Kollision verwickelt worden wäre. Die Besatzung stellte die Erstbetreuung der beiden Verletzten sicher. Diese wurden danach ins Spital gebracht.
Am Sattelschlepper, dem Anhänger sowie am Auto entstand grosser Sachschaden. Dieser kann zur Zeit noch nicht beziffert werden.
Das havarierte Sattelmotorfahrzeug blockierte die Fahrbahn Zürich vollständig. Sofort sperrte die Kantonspolizei die Autobahn in dieser Richtung bei Oftringen und leitete den Verkehr dort auf die Kantonsstrasse ab. Gleichzeitig wurden die noch auf der Autobahn befindlichen Fahrzeuge über den Rastplatz Kölliken-Süd auf die Kantonsstrasse geführt. Die Feuerwehr stellte die notwendigen Umleitungen sicher. In Fahrtrichtung Zürich bildete sich ab Oftringen ein kilometerlanger Rückstau, der bis auf das Gebiet des Kantons Solothurn zurückreichte. In Gegenrichtung staute sich der Verkehr auf einer Länge von mehreren hundert Metern. Der Mehrverkehr belastete die Haupt- und Nebenstrasse in der Umgebung erheblich.
Die umfangreichen Bergungs- und Räumungsarbeiten dauerten bis um 14.30 Uhr, wonach die Kantonspolizei die Fahrbahn wieder freigeben konnte.
Die Mobile Einsatzpolizei in Schafisheim (Telefon 062 886 88 88) sucht den Lenker des fraglichen silberfarbenen Kombis und Augenzeugen.
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