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Di. 20. Juli 2010 - 10:24 Uhr
Rentnerin von Betrügern um 190'000 Franken gebracht

Zürich/ZH. Innerhalb der letzten Wochen haben unbekannte Täter mit dem sogenannten Enkeltrickbetrug drei älteren Personen insgesamt 335'000 Franken abgenommen. Seit Mitte Juni erhielt die Stadtpolizei zudem Kenntnis von weiteren 16 versuchten Enkeltrickbetrugsfällen. - Stapo ZH/MC

Ein Rentnerin wurde von Betrügern um 190'000 Franken gebracht. (Symbolbild)
 
Ein Rentnerin wurde von Betrügern um 190'000 Franken gebracht. (Symbolbild)

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Am Freitagnachmittag, 25. Juni 2010, meldete sich ein unbekannter Anrufer bei einer 86-jährigen im Kreis 9 wohnhaften Rentnerin. Beim Telefonat gelang es dem Hochdeutsch sprechenden Unbekannten die Frau in ein längeres Gespräch zu verwickeln und sie davon zu überzeugen, dass er ein alter Bekannter von ihr sei. Der Anrufer überredete die Frau, ihm für eine Eigentumswohnung noch am gleichen Nachmittag dringend 200'000 Franken zu besorgen. In der Folge ging die Rentnerin zur Bank und hob ihr gesamtes Erspartes von rund 190'000 Franken ab. Als sie wieder an ihren Wohnort zurückkehrte, wartete dort bereits eine unbekannte Frau, der sie das Geld übergab. Eine Woche später, am Freitagnachmittag, 2. Juli 2010, erhielt eine 73-jährige Rentnerin im Kreis 7 einen Anruf eines Unbekannten, der angab, ein Neffe von ihr zu sein. Es gelang ihm, die Frau zu überzeugen, dass er für Vertragsverhandlungen 55'000 Franken benötige. Sie ging zur Bank, besorgte das Geld und übergab den Betrag vor de
 
Im Hauseingang einer unbekannten Frau. Gleichentags telefonierte der Unbekannte erneut und verlangte weitere 80'000 Franken. Die Geschädigte informierte ihre Bank, dass sie nochmals einen höheren Betrag brauche. Dank dem misstrauischen Bankangestellten orientierte die Rentnerin daraufhin die Polizei. Am 6. Juli 2010 bekam ein 72-jähriger Mann im Kreis 10 einen Anruf von einem angeblichen Bekannten, der für ein Geschäft 90'000 Franken brauchte. Der Rentner holte das Geld bei der Bank und übergab es vor seiner Haustüre einer unbekannten Frau. Einen Tag später telefonierte der gleiche Hochdeutsch sprechende Mann und bat um weitere 140'000 Franken. Als der Geschädigte mit dem Geld beim Treffpunkt erschien, erhielt er einen Anruf eines Mannes und nicht wie vereinbart von einer Frau. Er schöpfte Verdacht und telefonierte der Polizei. Die Stadtpolizei Zürich rät in diesem Zusammenhang einmal mehr zu erhöhter Vorsicht bei Anrufen der beschriebenen Art. Bei den Tätern handelt es sich um sogenannte „Enkeltrickbetrüger“.
 
Meistens geben sich die Anrufer als Verwandte oder als Bekannte aus. Am besten wird auf die Geldforderungen nicht eingegangen und das Gespräch abgebrochen. Auf jeden Fall immer einen Rück-/Kontrollanruf an die Person machen! Geldbeträge nur an persönlich bekannte Personen aushändigen. Im Zweifelsfall sollten sich Betroffene unverzüglich mit der Polizeinotrufnummer 117 in Verbindung setzen. 
 

 
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